Deutsche Eier zukünftig aus Kleingruppenhaltung
Neue Kleingruppenhaltung erreicht nach ersten Prognosen künftig in Deutschland einen Anteil von ca. 50 %
Mit der Zweiten Verordnung zur Änderung der Tierschutz- Nutztierhaltungsverordnung, die am 4. August 2006 in Kraft getreten ist, wurde die Kleingruppenhaltung als gleichberechtigte Haltungsform für Legehennen neben der Freiland- und Bodenhaltung und der ökologischen Erzeugung eingeführt. Bis zum 15. Dezember 2006 waren Inhaber von Betrieben mit herkömmlicher Käfighaltung aufgefordert, der Veterinärbehörde ein verbindliches Betriebs- und Umbaukonzept unter Angabe der künftig geplanten Haltungsform vorzulegen. Diese Angabe ist die Voraussetzung dafür, bestehende Anlagen herkömmlicher Käfighaltung bis zum 31. Dezember 2008 – in Einzelfällen bis 31. Dezember 2009 – weiter betreiben zu können. Ein notwendiger Zeitraum für die Umrüstung, um den Betrieben ausreichend Zeit für eine solide und durchdachte Umbauplanung zu geben.
Aus den derzeit verfügbaren Daten lässt sich ableiten, dass die neue Kleingruppenhaltung mit dem Ende der herkömmlichen Käfighaltung künftig in Deutschland einen Anteil von ca. 50 % erreichen dürfte.
In den nächsten beiden Jahren ist ein deutlicher Investitionsschub zu erwarten. Nach der Unsicherheit der letzten Jahre hat die Änderung der Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung zu Rechtssicherheit geführt. Viele Betriebsleiter geben an, jetzt endlich die Weichen für die Zukunft ihrer Betriebe stellen zu wollen. Dabei vertrauen sie auf die in mehrjährigen wissenschaftlichen Untersuchungen und praktischen Erprobungen entwickelte Kleingruppenhaltung.
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