Die Bodenhaltung
Bodenhaltung bedeutet, dass die Legehennen in einem geschlossenen Stall leben. Dabei können bis zu vier Ebenen
übereinander angeordnet sein, die aus Sitzstangen und höher gelegenen Laufflächen bestehen.

Im Stall
selbst können sich die Hennen frei bewegen. Der maximale Tierbestand beträgt 9 Hennen / m² nutzbarer
Fläche; bei der Anordnung der Haltungseinrichtungen in Form mehrerer Ebenen maximal 18 Hennen pro m²
Stallgrundfläche. Es dürfen nicht mehr als 6000 Legehennen in einer Gruppe gehalten werden. Die Hennen
können zur Eiablage Nester aufsuchen und Sitzstangen für die Ruhephasen nutzen. Ein eingestreuter Bereich im
Stall oder an der Stalllängsseite (Kaltscharrraum) steht den Legehennen mindestens 2/3 des Tages zur Verfügung.
Aus Hygienegründen wird die Einstreu regelmäßig nachgestreut oder ausgewechselt. Die Versorgung mit
Futter und Wasser erfolgt automatisch. Zur Verringerung des Risikos, dass die Legehennen in direkten Kontakt mit ihrem
Kot kommen, werden bis zu 2/3 der nutzbaren Fläche mit Gitterrosten aus Kunststoff ausgelegt, durch die der Tierkot
auf Entsorgungsbänder oder in Kotgruben fällt, so dass die Hennen weitgehend von ihren Ausscheidungen getrennt
werden.

In der Bodenhaltung ist die Bildung einer festen Rangordnung aufgrund der Gruppengröße erschwert, so
dass es häufig zu Rangordnungskämpfen kommt und damit zu Verletzungen der Legehennen führen kann. Um
für ein gutes Stallklima, gute Hygienebedingungen, gesunde Tiere und optimale Produktqualität zu sorgen, ist
bei der Bodenhaltung ein erhöhter Betreuungsaufwand erforderlich.






