Der Eiermarkt in Deutschland
Produktion, Verbrauch und Selbstversorgung stabil
Wer über Eierverzehr, Haltungsformen und die Wirtschaftlichkeit der Eiererzeugung spricht, muss sie kennen –
die Tatsachen. Tatsache ist zum Beispiel, dass Deutschland in Sachen Ei-Importe EU-weit vor Frankreich und den
Niederlanden den Spitzenplatz besetzt. Fast 6 Mrd. ausländische Eier passieren nach Ergebnissen der ZMP Zentrale
Markt- und Preisberichtsstelle jährlich deutsche Grenzen. Der Löwenanteil von ca. 80 % kommt dabei aus den
Niederlanden, gefolgt von belgischen, französischen und spanischen Eiern.
Doch wie sieht es in Deutschland selbst aus? Im Vergleich zu 2005 stieg die Eiererzeugung in 2006 wieder leicht an auf
12.14 Mrd. Eier. Dennoch besteht bei den Eiererzeugern noch Unsicherheit hinsichtlich der in den nächsten zwei
Jahren zu erfolgenden Umstellung der Anlagen mit herkömmlicher Käfighaltung. Positiv zu werten ist, dass nun
mit der Kleingruppenhaltung eine weitere, mit der Boden- und Freilandhaltung gleichberechtigte Haltungsform vorliegt.
Der deutsche Selbstversorgungsgrad lag in 2006 stabil bei gut 70 %. Der Selbstversorgungsgrad gibt an, in welchem Umfang
die heimische Erzeugung zur Versorgung der Menschen in Deutschland ausreicht. Der Pro-Kopf-Verbrauch von Eiern in
Deutschland erhöhte sich in 2006 im Vergleich zu 2005 um ein Ei auf 206 Stück. Bei den von den Haushalten
gekauften Eiern ist der Anteil der Käfighaltung etwas rückläufig. Mit 45 % aller anhand des auf dem Ei
aufgedruckten Erzeugercodes identifizierbaren Käufe sind Eier aus Käfighaltung immer noch die meist gekaufte
„Eierart“. Auf Bodenhaltung entfallen etwa 28 %, auf Freilandhaltung etwa 23 % und auf Bio-Eier knapp 5 %.
Der Trend zur Boden- und Freilandware schwächte sich weiter ab und kam in 2006 im Grunde zum Stillstand.






