FAQ
- Wie viele Eier werden in Deutschland verbraucht?
- Wie viele Legehennen werden in Deutschland gehalten?
- Hat die Haltungsform der Legehennen Einfluss auf die Qualität des Eies?
- Unterscheiden sich die Eier aus den verschiedenen Haltungsformen im Geschmack?
- Welches Futter erhalten Legehennen?
- Warum kommt es bei Hühnern immer wieder zu Kannibalismus? Welche Umstände begünstigen dieses Verhalten?
- Können Hühner fliegen?
- Wann wurde die Käfighaltung eingeführt und warum wird sie jetzt abgeschafft?
- Warum wird die Käfighaltung nicht sofort abgeschafft, sondern erst nach einer Übergangsfrist bis 2009?
- Nimmt Deutschland mit der Kleingruppenhaltung in der EU wirklich eine Vorreiterrolle ein?
- Wo legen Hennen ihre Eier ab?
- Was bedeutet die DE-Kennzeichnung bei Eiern?
Wie viele Eier werden in Deutschland verbraucht?
Der Pro-Kopf-Verbrauch in Deutschland lag im Jahr 2008 bei 212 Eiern. Diese Zahl ergibt sich allerdings nicht nur aus dem Verzehr von Frühstückseiern und selbst gemachten Ei-Gerichten sondern auch aus den in der Ernährungswirtschaft verbrauchten Eiern (z.B. in Eiernudeln etc.).
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Wie viele Legehennen werden in Deutschland gehalten?
Deutschlandweit wurden in 2008 insgesamt 41,3 Mio. Legehennen gehalten.
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Hat die Haltungsform der Legehennen Einfluss auf die Qualität des Eies?
Nein, geschmackliche oder qualitative Unterschiede haben Verbraucher bei Eiern aus den unterschiedlichen Haltungsformen nicht zu erwarten. Grundsätzlich kommen nur frische Eier der Güteklasse A in den Verkauf.
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Unterscheiden sich die Eier aus den verschiedenen Haltungsformen im Geschmack?
Nein, generell kann man keinen geschmacklichen Unterschied zwischen den Eiern ausmachen, auch wenn sie aus verschiedenen Haltungsformen stammen.
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Welches Futter erhalten Legehennen?
Hühner werden vor allem mit Getreide gefüttert. Hauptbestandteile des hochwertigen Mischfutters, das die Legehennen erhalten, sind vor allem Mais und Weizen. Daneben ist das Futter mit pflanzlichen Proteinen (etwa aus Soja, Raps und Erbsen) und Mineralien wie Kalzium und Phosphor sowie mit Vitaminen und Spurenelementen angereichert.
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Warum kommt es bei Hühnern immer wieder zu Kannibalismus? Welche Umstände begünstigen dieses Verhalten?
Kannibalismus und Federpicken sind bekannte Verhaltensweisen, die in allen Formen der Hühnerhaltung auftreten. Schon um 1900 wurden diese Verhaltensweisen beschrieben. Große Tiergruppen, die Belastung durch Ammoniak und Staub sowie ein schlechter Gesundheitszustand scheinen maßgebliche Einflussfaktoren zu sein, die den Kannibalismus begünstigen.
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Können Hühner fliegen?
Flattern ja, fliegen nein. Die bevorzugte Fortbewegungsart des Huhns ist das Laufen.
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Wann wurde die Käfighaltung eingeführt und warum wird sie jetzt abgeschafft?
Nachdem sich die konventionelle Käfighaltung in den USA als favorisierte Haltungsform durchgesetzt hatte, etablierte sie sich in den 60er Jahren auch in Deutschland, so dass 1972 bereits 80% der Legehennen in Käfigen gehalten wurden. Hintergrund sowohl in den Vereinigten Staaten als auch in Deutschland für diesen Schritt war die Erkenntnis, dass frei laufende Tiere potentielle Infektionsüberträger für den Menschen sind. So konnte sich die Käfighaltung vor allem aufgrund ihrer hygienischen Vorteile für Mensch, Tier und Produkt durchsetzen. Die Probleme erhöhter Krankheitsausbrüche bei Mensch und Tier, der Befall mit Parasiten und das Auftreten von Federpicken und Kannibalismus konnten auf ein geringes Maß reduziert werden. Die Nachteile der herkömmlichen Käfighaltung, die vornehmlich im reduzierten Platzangebot und der strukturarmen Umgebung zu finden sind, haben zu deren Abschaffung in der EU geführt.
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Warum wird die Käfighaltung nicht sofort abgeschafft, sondern erst nach einer Übergangsfrist bis Ende 2009?
Die Eierwirtschaft braucht eine Übergangsfrist zur Umrüstung der bestehenden Anlagen mit herkömmlicher Käfighaltung auf die Freiland-, Boden- oder Kleingruppenhaltung. Nach EU-Vorgaben endet die Übergangsfrist zum 1. Januar 2012, in Deutschland bereits zum 31. Dezember 2008 bzw. in Ausnahmefällen zum 31. Dezember 2009.
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Nimmt Deutschland mit der Kleingruppenhaltung in der EU wirklich eine Vorreiterrolle ein?
Deutschland geht mit der Kleingruppenhaltung über die EU-Anforderungen für „ausgestaltete Käfige“ sowohl hinsichtlich der Mindestgesamtfläche pro Gruppe, der Gruppengröße als auch der Mindestfläche pro Tier und der Höhe der Haltungseinrichtung hinaus und nimmt damit europaweit eine Vorreiterrolle ein. Die Einführung der Kleingruppenhaltung erfolgte auf Basis mehrjähriger wissenschaftlicher Untersuchungen und Erprobungen.
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Wo legen Hennen ihre Eier ab?
Zur Eiablage ziehen sich Hennen bevorzugt in einen geschützten, abgedunkelten Bereich oder in ein Nest zurück. In allen Haltungsformen stehen den Tieren Nester zur Verfügung.
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Was bedeutet die DE-Kennzeichnung bei Eiern?
Mit der DE-Erzeugercodierung können Verbraucher deutsche Eier auf einen Blick erkennen. Die Identifikationsnummer ermöglicht zudem eine lückenlose Rückverfolgbarkeit eines jeden Eies vom Verbraucher über den Handel bis hin zum Legehennenhalter. Und so geht's genau: Die erste Ziffer im Code bezeichnet die Haltungsform. An ihr kann der Verbraucher erkennen, in welcher der vier verschiedenen Haltungsformen das Ei gelegt wurde. Dabei steht 0 für die ökologische Erzeugung, 1 für die Freiland-, 2 für die Boden- und 3 für die Käfighaltung bzw. ausgestalteter Käfig. Eier aus der Kleingruppenhaltung tragen zusätzlich zum Erzeugercode das Wort ”Kleingruppe“ auf der Schale. Anschließend folgt das Länder-Kürzel – bei deutschen Eiern DE für Deutschland – und die individuelle Betriebsnummer des Betriebes.
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