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FAQ




Wie viele Eier werden in Deutschland verbraucht?

Der Pro-Kopf-Verbrauch in Deutschland lag im Jahr 2006 bei 206 Eiern. Diese Zahl ergibt sich allerdings nicht nur aus dem Verzehr von Frühstückseiern und selbst gemachten Ei-Gerichten sondern auch aus den in der Ernährungswirtschaft verbrauchten Eiern (z.B. in Eiernudeln etc.).

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Wie viele Legehennen werden in Deutschland gehalten?

Deutschlandweit wurden in 2006 insgesamt 43,3 Mio. Legehennen gehalten. Davon entfielen in Legehennebeständen mit mehr als 3.000 Hennenplätzen etwa 73 % auf die herkömmliche Käfighaltung, etwa 14,0% auf die Bodenhaltung und etwa 12,5% auf die Freilandhaltung.

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Hat die Haltungsform der Legehennen Einfluss auf die Qualität des Eies?

Nein, geschmackliche oder qualitative Unterschiede haben Verbraucher bei Eiern aus den unterschiedlichen Haltungsformen nicht zu erwarten. Grundsätzlich kommen nur frische Eier der Güteklasse A in den Verkauf.

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Unterscheiden sich die Eier aus den verschiedenen Haltungsformen im Geschmack?

Nein, generell kann man keinen geschmacklichen Unterschied zwischen den Eiern ausmachen, auch wenn sie aus verschiedenen Haltungsformen stammen.

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Welches Futter erhalten Legehennen?

Hühner werden vor allem mit Getreide gefüttert. Hauptbestandteile des hochwertigen Mischfutters, das die Legehennen erhalten, sind vor allem Mais und Weizen. Daneben ist das Futter mit pflanzlichen Proteinen (etwa aus Soja, Raps und Erbsen) und Mineralien wie Kalzium und Phosphor sowie mit Vitaminen und Spurenelementen angereichert.

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Warum kann es in der Freiland- und Bodenhaltung zu Problemen bei der Tiergesundheit kommen?

In der Freiland- und Bodenhaltung unterliegen die Legehennen einer höheren hygienischen Belastung, die z.B. aus dem direkten Kontakt der Tiere mit ihrem Kot und den darin enthaltenen Parasiten resultiert. Hinzu kommen die Schwierigkeiten bezüglich der hygienischen Bedingungen in dem zur Verfügung stehenden Auslauf. Darüber hinaus sind die Hennen in der Freilandhaltung zahlreichen Umwelteinflüssen wie z.B. dem Wetter, Klimaschwankungen und Raubwild ausgesetzt.

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Warum kommt es bei Hühnern immer wieder zu Kannibalismus? Welche Umstände begünstigen dieses Verhalten?

Kannibalismus und Federpicken sind bekannte Verhaltensweisen, die in allen Formen der Hühnerhaltung auftreten. Schon um 1900 wurden diese Verhaltensweisen beschrieben. Große Tiergruppen, die Belastung durch Ammoniak und Staub sowie ein schlechter Gesundheitszustand scheinen maßgebliche Einflussfaktoren zu sein, die den Kannibalismus begünstigen. In der Käfig- und der Kleingruppenhaltung tritt Kannibalismus nur selten auf.

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Können Hühner fliegen?

Flattern ja, fliegen nein. Die bevorzugte Fortbewegungsart des Huhns ist das Laufen.

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Kann sich die Legehenne im Käfig tiergerecht verhalten?

Für die herkömmliche Käfighaltung lautet die Antwort nein. Zu Recht beklagen Tierschützer wie Verbraucher die eingeschränkten Verhaltensmöglichkeiten. Die Diskussion um diese Haltungsform hat jedoch Wirkung gezeigt angesichts der deutschen wie europäischen Entscheidung, die herkömmliche Käfighaltung in Zukunft zu verbieten. In Deutschland wird dies bereits Ende 2008 (in Ausnahmefällen Ende 2009) der Fall sein, nach EU-Bestimmungen erst Ende 2011. Auch die deutsche Eierwirtschaft hat sich für ein Verbot der herkömmlichen Käfighaltung ausgesprochen und bereits 1998 die Initiative zur Entwicklung der Kleingruppenhaltung als neues geschlossenes System entwickelt. Die Kleingruppenhaltung berücksichtigt die Bedürfnisse der Tiere durch ein größeres Platzangebot, Sitzstangen, Nester zur ungestörten Eiablage und Einstreu zum Scharren und Staubbaden.

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Wann wurde die Käfighaltung eingeführt und warum wird sie jetzt abgeschafft?

Nachdem sich die konventionelle Käfighaltung in den USA als favorisierte Haltungsform durchgesetzt hatte, etablierte sie sich in den 60er Jahren auch in Deutschland, so dass 1972 bereits 80% der Legehennen in Käfigen gehalten wurden. Hintergrund sowohl in den Vereinigten Staaten als auch in Deutschland für diesen Schritt war die Erkenntnis, dass frei laufende Tiere potentielle Infektionsüberträger für den Menschen sind. So konnte sich die Käfighaltung vor allem aufgrund ihrer hygienischen Vorteile für Mensch, Tier und Produkt durchsetzen. Die Probleme erhöhter Krankheitsausbrüche bei Mensch und Tier, der Befall mit Parasiten und das Auftreten von Federpicken und Kannibalismus konnten auf ein geringes Maß reduziert werden. Die Nachteile der herkömmlichen Käfighaltung, die vornehmlich im reduzierten Platzangebot und der strukturarmen Umgebung zu finden sind, haben zu deren Abschaffung in der EU geführt.

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Warum wird die Käfighaltung nicht sofort abgeschafft, sondern erst nach einer Übergangsfrist bis 2008?

Die Eierwirtschaft braucht eine Übergangsfrist zur Umrüstung der bestehenden Anlagen mit herkömmlicher Käfighaltung auf die Freiland-, Boden- oder Kleingruppenhaltung. Nach EU-Vorgaben endet die Übergangsfrist zum 1. Januar 2012, in Deutschland bereits zum 31. Dezember 2008 bzw. in Ausnahmefällen zum 31. Dezember 2009.

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Nimmt Deutschland mit der Kleingruppenhaltung in der EU wirklich eine Vorreiterrolle ein?

Deutschland geht mit der Kleingruppenhaltung über die EU-Anforderungen für „ausgestaltete Käfige“ sowohl hinsichtlich der Mindestgesamtfläche pro Gruppe, der Gruppengröße als auch der Mindestfläche pro Tier und der Höhe der Haltungseinrichtung hinaus und nimmt damit europaweit eine Vorreiterrolle ein. Die Einführung der Kleingruppenhaltung erfolgte auf Basis mehrjähriger wissenschaftlicher Untersuchungen und Erprobungen.

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Wo legen Hennen ihre Eier ab?

Zur Eiablage ziehen sich Hennen bevorzugt in einen geschützten, abgedunkelten Bereich oder in ein Nest zurück. In allen Haltungsformen stehen den Tieren Nester zur Verfügung. Welche Konsequenzen haben die ökologische Erzeugung und die Freilandhaltung für die Umwelt? In den Haltungsformen, in denen die Tiere tagsüber freien Zugang zu einem Auslauf haben und sich je nach Haltungsmanagement häufig im Freien aufhalten (wie z.B. bei der Freilandhaltung und der ökologischen Erzeugung) können, kommt es durch die Ausscheidungen der Legehennen zu einer starken Belastung der Böden. Insbesondere im stallnahen Bereich sind durch unkontrollierte Einträge von Kot hohe Stickstoffgehalte im Boden festzustellen, die die zulässigen Grenzwerte übersteigen können.

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Was bedeutet die DE-Kennzeichnung bei Eiern?

Mit der DE-Erzeugercodierung können Verbraucher deutsche Eier auf einen Blick erkennen. Die Identifikationsnummer ermöglicht zudem eine lückenlose Rückverfolgbarkeit eines jeden Eies vom Verbraucher über den Handel bis hin zum Legehennenhalter. Und so geht's genau: Die erste Ziffer im Code bezeichnet die Haltungsform. An ihr kann der Verbraucher erkennen, in welcher der vier verschiedenen Haltungsformen das Ei gelegt wurde. Dabei steht 0 für die ökologische Erzeugung, 1 für die Freiland-, 2 für die Boden- und 3 für die Käfighaltung. Derzeit wird die Erweiterung um die Ziffer „4“ für die „Ausgestalteten Käfige bzw. die Kleingruppenhaltung“ geprüft. Anschließend folgt das Länder-Kürzel – bei deutschen Eiern DE für Deutschland – und die individuelle Betriebsnummer des Betriebes.

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Wird es für Eier aus der Kleingruppenhaltung bei der Kennzeichnung eine neue Nummer geben?

Diese Frage ist noch nicht endgültig geklärt. Es ist aber anzunehmen, dass durch Importe (Anmerkung: Fast 6 Mrd. ausländische Eier kommen auf den deutschen Markt) auch nach dem Verbot der herkömmlichen Käfighaltung in Deutschland weiter Eier aus Käfighaltung aus dem Ausland angeboten werden. Mit einer neuen, zusätzlichen Nummer für die Kleingruppenhaltung wäre es für den Verbraucher einfacher möglich Eier aus der Kleingruppenhaltung von jenen aus der konventionellen Käfighaltung zu unterscheiden.

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