Die ökologische Erzeugung
Ähnlich der Freilandhaltung steht den Hennen in der ökologischen Erzeugung ein größtenteils
bewachsener Auslauf zur Verfügung. Die mit Einrichtungen zum Schutz vor Regen, Wind, Sonne und extremer Hitze
sowie Tränken versehene Auslauffläche bietet wie in der herkömmlichen Freilandhaltung pro
Henne mindestens 4 m².

Während in der herkömmlichen Freilandhaltung eine tagsüber uneingeschränkte
Nutzung des Auslaufs möglich sein muss, sieht die Öko-Verordnung lediglich vor, dass diese Möglichkeit
mindestens während einem Drittel des Lebens der Henne uneingeschränkt bestehen muss. Die Stallhaltung ist im
Grundsatz mit der herkömmlichen Bodenhaltung auf einer Ebene vergleichbar, die Besatzdichte für die
Stallfläche in der Öko-Haltung beträgt 6 Tiere pro m².
Maximal beherbergt ein Legehennenstall 3000
Legehennen. In der Regel werden die Hennen mit ökologisch erzeugten Futtermitteln gefüttert. Da gerade
Geflügel zu seiner Entwicklung jedoch besonders hochwertige Eiweißverbindungen benötigt, erlaubt der
Gesetzgeber außerdem den zeitlich unbegrenzten Einsatz von Eiweißfuttermitteln aus herkömmlicher
Erzeugung. Sollte eine medikamentöse Behandlung notwendig sein, werden pflanzliche und homöopathische
Tierarzneimittel bevorzugt. Wenngleich zur Vorbeugung verboten, dürfen die Tiere nach tierärztlichem Ermessen
und in akuten Fällen mit Medikamenten - einschließlich Antibiotika – behandelt werden. Sollten in der
Erzeugerregion anerkannte Krankheitsfälle aufgetreten sein, sind Impfungen oder Desinfektionsmaßnahmen durch
den Tierarzt erlaubt. Die ökologische Erzeugung setzt bei dem Einsatz von Medikamenten eine gegenüber den
anderen Haltungskonzepten verlängerte Wartezeit vor der Eiervermarktung sowie Weiterverarbeitung fest. Die
ökologische Erzeugung stellt hohe Anforderungen an den Halter, der stets mit den Risiken, die auch aus Boden- und
Freilandhaltung bekannt sind wie etwa Kannibalismus, erhöhte Infektionsgefahr, Belastung der Böden etc.
zurecht kommen muss.





